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28
Jun
2010

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Jubilarehrung


Bei einem Fest in der Stadthalle Hornberg feierte Duravit vergangenen Freitag 65 Jubilare und ehrte sie für insgesamt 1195 Dienstjahre. Zu diesem Anlass sprach Vorstandsvorsitzender Franz Kook auch darüber, wo die Duravit heute steht. Zunächst gab er einen Wechsel im Aufsichtsrat von Duravit bekannt: Gregor Greinert übernimmt das Amt des Aufsichsrats-vorsitzenden von seinem Vater Klaus Greinert. Zusammen mit seinem neuen Vorsitzenden habe der Aufsichtsrat den Kurs der Duravit erneut bestätigt, berichtete Kook und gab einen ersten Ausblick auf die Geschäftszahlen zu 2009, die nächste Woche veröffentlicht werden und unter der Überschrift stehen „Investition trotz Krise“.

Investition statt Krise

Geprägt von der weltweiten Wirtschaftskrise musste Duravit, nachdem sich der Umsatz in den fünf Jahren bis 2008 verdoppelt hatte, in 2009 erstmals eine unfreiwillige „Wachstumspause“ einlegen und einen Umsatzrückgang verzeichnen. „Trotz Umsatzrückgang konnten wir aber 2009 erneut ein großes Paket an Zukunftsinvestitionen realisieren“, betonte der Vorstandsvorsitzende ausdrücklich. So habe Duravit nicht nur das neue Werk in Indien fertig gestellt, sondern Showrooms in Ägypten sowie Tunesien eröffnet und das Zentrallager in Achern um ein komplettes neues Hochregallager erweitert. Außerdem wurde eine neue Vertriebsgesellschaft in Australien gegründet und parallel dazu in Südafrika eine eigene Vertriebsgesellschaft aus der Taufe gehoben.

Personalstrukturen stabil gehalten
„Angesichts der weltweiten Krise haben wir auch im Entwicklungstempo nicht nachgelassen, sondern das Tempo noch gesteigert“, ergänzte der Vorsitzende und verwies auf die neuen Geschäftsfelder Sauna, Pools und keramische Küchenspülen, in denen Duravit seit 2009 aktiv ist. Im Verbund mit den Investitionen hat die Duravit die Personalstrukturen stabil gehalten. „Wir haben die Personalstrukturen weitgehend erhalten und einen Jahresüberschuss akzeptiert, der stärker gesunken ist als der Umsatz“, ließ Kook verlauten: „Trotzdem haben wir immer noch einen respektablen Gewinn, v.a. im Vergleich zur Branche, wo viele rote Zahlen gesehen haben.“ Nachdem Duravit in 2009 trotz Krise investiert hat, sieht er nun das Jahr 2010 im Zeichen der Konsolidierung: „Alles, was wir 2009 in die Strukturen gesteckt wurde, soll nun Früchte tragen und profitabel umgesetzt werden, deshalb haben wir für 2010 bereits wieder ein Umsatzplus geplant.“ Die Ergebnisse des 1. Quartals bestätigen laut Kook diese Entwicklung: Im 1. Halbjahr 2010 kann Duravit wieder ein Umsatzplus zwischen 13 und 14 % vorweisen.

Erstmals Dusch-WC-Sitz

Dies führt Kook auch auf die Aktivitäten zurück, die Duravit im ersten Halbjahr mit „Vollgas“ gestartet hat. Dazu gehört die Vorstellung von Neuheiten auf Fachmessen in Essen und Nürnberg, aber auch der erste Dusch-WC-Sitz von Duravit, den das Unternehmen am 26. Mai in Shanghai präsentiert hat. Die Kultur der Dusch-WCs sei in Asien Standard und die Kunden dort hätten das Unternehmen regelrecht „gedrängt“, Produkte dieser Art auch im Duravit-Programm anzubieten, berichtete Kook. Das Unternehmen möchte diese Dusch-WC-Sitze nicht nur in Asien anbieten, sondern es in allen Ländern aktiv vermarkten – auch in Europa. Nicht zuletzt aufgrund dieser Aktivitäten sieht Kook 2010 für Duravit wieder die Chance, „insgesamt 2stellig zu wachsen, auch wenn die allgemeinen Erwartungen in unserer Branche eher noch vorsichtig sind“. Als wichtige Herausforderung in 2010 sieht er die Auslastung der Werke, v.a. in Westeuropa, die durch eine Verlagerung des Absatzes mehr zum niedrig- preisigeren Segment erschwert wird. Mit Hochdruck arbeite man aber bereits an Produktentwicklungen, die dem entgegenwirken. Bei allem Engagement verhehlte Kook auch einen „Wehrmutstropfen“ nicht. Wie letzten Mittwoch bekannt wurde, hat die europäische Kommission gegen 17 Hersteller von Badezimmerausstattungen wegen eines Preis-Kartells Geldbußen verhängt, unter anderem auch gegen Duravit. Kook zeigte sich kämpferisch und kündigte an: „Wir können das Urteil nicht verstehen und werden es auch nicht akzeptieren.“

Überdurchschnittliches Engagement

Abschließend dankte Kook auch im Namen des Aufsichtsrates den Mitarbeitern für ihre „Fähigkeiten, ihre Begeisterung und ihr Engagement“: „Wir haben in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld einen Schwerpunkt der Personalarbeit darauf gelegt, Arbeitsplätze zu sichern. Eine hohe Loyalität der Mitarbeiter und die durchgängig geringe Personal-Fluktuation ist der Lohn dieser Bemühungen. Mit einer Familie als Hauptaktionär ist umgekehrt auch der Charakter einer „Familien-AG“ eine stabile und berechenbare Basis für Management und alle Mitarbeiter. Dadurch entsteht eine Gesamtstimmung, die durch überdurchschnittliches Engagement und Vertrauen geprägt ist.“ Den Beweis dafür, dass die Duravitler „ganz besondere Mitarbeiter“ sind, sieht Kook in der Tatsache, dass Duravit in dem schwierigen Jahr 2009 erneut um ein gutes Stück besser abgeschnitten habe als der Wettbewerb. Sein Fazit: „Dank des Engagements unserer Mitarbeiter haben wir selbst in einem Jahr wie 2009 den Start in neue, wichtige Zukunftsprojekte und -aktivitäten geschafft.“ Insgesamt beschäftigt Duravit rund 5.200 Mitarbeiter weltweit. Danach galt die volle Aufmerksamkeit den Jubilaren. Jeder einzelne wurde mit einer persönlichen Anmerkung oder Anekdote gewürdigt.

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